
Südafrika mit dem Camper: Diese Routen sind unsere Favoriten
Aktualisiert am: 12.02.2026
Lesedauer: 7 Minuten
Es fällt schwer, die perfekte Reiseroute in Südafrika zu finden, denn es gibt einfach so viele schöne Panoramastraßen: von den Bergen bis ans Meer. Am besten mietet ihr euch einen Camper in Südafrika, um spontan eure Route anzupassen. Wir zeigen euch die schönsten Strecken in Südafrika mit dem Wohnmobil, die ihr je nach Gusto kombinieren könnt.
Südafrika mit dem Camper: Das müsst ihr vorab wissen

Allrad-Camper mit Dachzelt sind in Südafrika besonders beliebt und unglaublich praktisch. Mit solch einem Wohnmobil dürft ihr auch streckenweise Schotterstraßen befahren. Natürlich könnt ihr alternativ auch ein „normales“ Wohnmobil ohne Allradantrieb mieten. Beliebte Strecken, wie die Garden Route, sind durchgehend asphaltiert.
Am besten nutzt ihr unseren Preisvergleich, um das passende Wohnmobil zu finden. Dort könnt ihr mehrere Anbieter in Südafrika miteinander vergleichen und nach Ausstattung, Fahrzeugmodell und mehr filtern. Außerdem helfen euch Kundenbewertungen bei der Auswahl.
Mietstationen gibt es in Johannesburg und Kapstadt. Ihr könnt den Camper auch in einer anderen Stadt als am Abholort zurückgeben, in den meisten Fällen fällt dann allerdings eine Einweggebühr an.
In Südafrika herrscht Linksverkehr, man gewöhnt sich aber ganz schnell daran. Orientiert euch an den anderen Fahrzeugen, fahr vorausschauend und entscheidet euch am besten für einen Camper mit Automatikschaltung. Dann müsst ihr euch nicht auf das Schalten konzentrieren.
Wildcampen ist in Südafrika nicht erlaubt - sowohl aus Sicherheitsgründen, als auch um die Natur zu schützen. Haltet euch bitte daran und fragt immer um Erlaubnis, wenn ihr euren Camper über Nacht irgendwo parken möchtet. Das beste Vorgehen: offizielle Campingplätze ansteuern, denn dann geht ihr auf Nummer sicher.
1. Garden Route: die schönste Reiseroute Südafrikas?

Route: Mossel Bay – Gqeberha (755 km)
Wenn ihr das erste Mal mit dem Wohnmobil in Südafrika unterwegs seid, sollte diese Reiseroute unbedingt auf eurem Plan stehen. Die Garden Route verbindet die schönsten Highlights am Westkap miteinander.
Da wäre zum Beispiel die Mossel Bay mit ihren traumhaften Sandstränden. Oder Oudtshoorn, das Herz der Halbwüste Kleine Karoo, wo trockene Steppe auf wilde Schluchten und Bergmassive trifft.
Noch schöner ist Knysna, wo ihr mit dem Camper Südafrikas Lagunen und Naturparks in eurem eigenen Tempo anschauen könnt. Fotoverdächtig sind die Knysna Heads: Sandsteinklippen, wo die Lagune in einer schmalen Wasserstraße ins Meer hinein fließt.
Im Tsitsikamma-Nationalpark spaziert ihr über Hängebrücken durch Schluchten und über Flüsse. Dabei habt ihr immer einen Blick auf die umliegenden grünen Berge und Klippen.
Die Garden Route endet offiziell in Gqeberha, nicht weit entfernt vom Addo Elephant Park. In einem der größten Nationalparks Südafrikas sind mehr als 400 Elefanten beheimatet. Und: Ihr könnt mit eurem Mietcamper auf Safari gehen und neben den friedlichen Elefanten auch Büffel, Nashörner, Leoparden und Löwen sehen.
2. Cruisen auf dem Clarence Drive

Route: Gordon's Bay – Rte 43 zwischen Bot River und Fischerhaven (60 km)
Weniger als eine Stunde von Kapstadt entfernt, verläuft diese spektakuläre Straße entlang der Atlantikküste. Der Clarence Drive gilt als eine der schönsten Südafrika-Reiserouten und eine der malerischsten Straßen weltweit.
Streng genommen ist das Wegstück zu dem niedlichen Bergdorf Rooiels noch gar nicht der Clarence Drive, aber der schönste Teil der Route beginnt schon beim Yachthafen von Gordon's Bay. Hier fährt man langsam – nicht nur wegen der vielen Kurven, sondern auch, weil man immer wieder anhält, um auf das blaue Meer zu schauen. Zum Glück gibt es viele Aussichtspunkte.
Der Harold Porter National Botanical Garden ist wie gemacht für einen kleinen Spaziergang, entweder gemütlich durch die Fynbos-Vegetation oder abenteuerlich in die Berge mit Kletterpartie hinter Wasserfälle.
Hinter False Bay trifft der Clarence Cruise wieder auf die schroffe Küste. Von hier geht es weiter nach Hermanus – von Juni bis November unglaublich beliebt wegen Whale Watching.
Noch mehr Zeit? Alternativ könnt ihr Richtung Norden fahren, um auf die N2 zu stoßen, die sich durch Apple County windet und zum Sir Lowry's Pass hinabführt, mit herrlichen Ausblicken über die Cape Flats bis nach Kapstadt. Um die Kapstadt-Küstentour zu verlängern, könnt ihr auch die Route 310 bei Moizenberg nehmen.
Camping-Tipp: Das Kogel Bay Holiday Resort befindet sich direkt an der Küste und bietet neben Bungalows auch Stellplätze für Camper an. Die Atmosphäre ist entspannt und ihr seit in wenigen Minuten direkt an einem wunderschönen Sandstrand.
3. Namaqualand Flower Route: ein Traum in Technicolor

Route: Niewoudtville – Springbok (310 km)
Die meiste Zeit des Jahres ist die N7 nichts Besonderes, aber wenn im August die Frühlingsblumen erblühen, verwandelt sich die die Namaqland Flower Route für kurze Zeit in einen Traum in Technicolor.
Startpunkt ist das winzige Örtchen Niewoudtville, dann geht es weiter auf der N7, die als lange, ziemlich flache und gerade Straße nach Norden führt. Hier gibt es überall Wildblumen zu sehen, doch euer Ziel liegt abseits der ausgetretenen Pfade im Namaqua National Park, wo sich wahre Blumenteppiche aus orangeroten, violetten, weißen und gelben Blumen über den Hügeln ausbreiten.
Weiter nördlich bietet das Springbok's Goegap Nature Reserve die Gelegenheit, durch das Blumenmeer zu wandern, zu fahren oder zu radeln.
4. Chapman's Peak Drive: am Meer entlang

Route: Hout Bay - Nordhoek (9 km)
Sie ist keine 10 km lang und mautpflichtig, aber sie hat 114 Kurven und bietet atemberaubende Blicke auf die Hout Bay (die Bucht, nicht bloß das Fischerdorf) und die Berge hinter dem Wasser.
Diese Straße, liebevoll Chappies genannt, wurde während des Ersten Weltkrieges gebaut, aber seitdem deutlich verbessert. So wurden wegen Steinschlags ein über 155 m langer Halbtunnel und mehrere Überdachungen errichtet. Bei besonders schlechtem Wetter wird die Strecke aber immer noch gesperrt.
Es macht Spaß, auf der Chappies zu fahren: Neben den Ausblicken sind auch die Überdachungen und sonstige Schutzeinrichtungen vor Steinschlägen spektakulär. Außerdem klettert die Straße steil eine Klippe zum Chapman's Point hoch, knapp unter dem 593 m hohen Gipfel. Von dort folgt sie den Klippen, bis sie kurz vor Nordhoek wieder fast den Meeresspiegel erreicht. An einem sonnigen Tag ist das eine einmalige Südafrika-Reiseroute.
5. Über die Panoramaroute in die Berge

Route: Hoedspruit - Pilgrim's Rest (209 km)
Diese Reiseroute durch Südafrika schickt euch direkt in die Berge im Nordosten des Landes. Es geht an Orangen-, Mango- und Avocadofeldern bis hinauf auf den Abel Erasmus Pass – und von dort aus zu einem der schönsten Naturwunder des Landes.
Hier beginnt eine 26 Kilometer lange und 400 Meter breite Schlucht, die von dem strahlend blauen Blyde River durchzogen wird. Aussichtspunkte wie God's Window und die Three Rondavells sind die perfekten Zwischenstopps. Außerdem verstecken sich auf der Strecke ein paar Wasserfälle und Wasserlöcher, in denen ihr teilweise sogar baden könnt.
Auch geschichtlich ist die Route interessant: In Pilgrim's Rest könnt ihr euch auf die Spuren der Goldsucher begeben und in den alten Läden auf Geschichtsreise gehen.
Das Highlight kommt aber am Ende der Reise: Nehmt euch unbedingt ein paar Tage Zeit, um auf dem Rückweg nach Johannesburg den Krüger National Park zu besuchen. Im größten und ältesten Nationalpark des Landes, könnt ihr den Big 5 begegnen und mitten in dieser Szenerie campen (unbedingt vorher reservieren!)
6. Allrad-Abenteuer auf dem Sanipass

Route: Himeville – Sani Top (38 km)
Die einzige Verbindung zwischen Kwa-Zulu-Natal und Lesotho ist ein wirklich erhabener Bergpass. Der Weg führt über zahlreiche steile Serpentinen bis auf 2786 Meter Höhe – nichts für schwache Nerven also.
Bis zur Grenzstation geht es aber erstmal gemütlich los. Ab dort gilt die Vorschrift, dass nur Allradfahrzeuge und nach Lesotho hinein dürfen. Und das aus gutem Grund: Enge Kurven, loser Schotter, Wasserläufe quer über die Straße und Schlaglöcher in Hülle und Fülle machen das Allrad-Abenteuer perfekt.
Wenn ihr das Glück habt, an einem klaren Tag über den Pass zu fahren, ist die Aussicht natürlich umwerfend. Der Blick über die grünen Drakensberge ist einfach nur traumhaft.
Kleiner Tipp: Gönnt euch ein Kaltgetränk im (angeblich) „highest pub in africa“, gleich oben auf dem Pass. Solltet ihr nicht nach Lesotho hineinfahren, ist der Weg hinab nur eine kleine Zitterpartie: Selbst als Beifahrer*in bremst man unwillkürlich mit.
Das waren sie, unsere schönsten Reiserouten in Südafrika.
Egal ob die Reise für euch in Kapstadt oder Johannesburg losgeht: Das passende Wohnmobil für eure Reise findet ihr auf CamperDays. Ob ihr euch am Ende für einen Allrad-Camper entscheidet oder doch für ein richtiges Wohnmobil, entscheidet eure Reiseroute und die Anzahl an Personen - und natürlich auch eure eigenen Bedürfnisse.

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