Panoramaroute in Südafrika: Das ist die schönste Camper-Reise im Nordosten des Landes

Panoramaroute in Südafrika: Das ist die schönste Camper-Reise im Nordosten des Landes

Aktualisiert am: 11.02.2026

Lesedauer: 7 Minuten

Die Garden Route in Südafrika kennt jeder, aber habt ihr schon einmal von der Panoramaroute gehört? Sie windet sich durch die Berge im Nordosten von Südafrika und ist vor allem für eine Reise mit dem Camper interessant. Denn: Mehr Abenteuer geht kaum! Wir zeigen euch, wo ihr den passenden Camper findet und was euch auf der Route erwartet.

Panoramaroute in Südafrika: Karte und Infos

Route

Start: Euren Mietcamper könnt ihr in Johannesburg abholen, die Panoramaroute startet offiziell in Hoedsprit (Provinz Limpopo) und endet in Pilgrim's Rest (Provinz Mpumalanga); insgesamt 209 Kilometer Länge

Sun Icon

Beste Reisezeit: Die Trockenzeit zwischen Mai und September ist am besten, wenn ihr eine klare Sicht haben möchtet. Ein Pluspunkt: Wenn ihr den Krüger-Nationalpark besuchen wollt, sammeln sich zu dieser Zeit besonders viele Tiere an den Wasserlöchern.

Johannesburg: ab zur Mietstation

Für die Panoramaroute in Südafrika braucht ihr vor allem eins: ein verlässliches Fahrzeug! Mietcamper mit Allrad und Dachzelt gibt es zum Beispiel bei Asco Car Hire, Avis Safari oder Bobo Campers.

Am besten nutzt ihr unseren Preisvergleich von CamperDays, um die Vermieter miteinander zu vergleichen und so das Fahrzeug zu finden, das am besten zu euren Vorstellungen passt - sowohl von der Ausstattung als auch preislich.

Von Johannesburg bis nach Hoedspruit zum offiziellen Start der Panoramaroute sind es knapp 450 Kilometer. Wir empfehlen euch auf dem Weg dorthin mindestens eine Übernachtungspause einzulegen, besser sind sogar zwei. Denn: Höchstens 200 bis 250 Kilometer pro Tag sind ein guter Richtwert für die tägliche Fahrt mit dem Mietcamper. So seid ihr in einem angenehmen Tempo unterwegs, ohne dass die Reise zu stressig wird.

Hoedspruit: Start der Panoramaroute in Südafrika

Blick von der Panoramaroute in Südafrika auf die Berge

Zu Beginn fühlt sich die Panoramaroute noch nicht so panoramaverdächtig an. Sobald die Häuser von Hoedspruit außer Sicht geraten, breitet sich vor dem Heckfenster eine flache Landschaft unter tief hängenden Wolken aus.

Doch das ändert sich schnell: Orangen-, Mango- und Avocadofelder huschen vorbei, die Wolken lichten sich und der Ausblick ist wunderschön. Über der Ebene Mpulamunga tauchen die dunklen Bergspitzen des Drakensberg Escarpment auf.

Ab hier wird die Panoramaroute allmählich interessant. Die Straße führt im Zickzack zwischen Bergen felsauf, das schlammig braune Wasser des Olifant River strudelt abwärts. In den Ohren knackt es, wenn man sich dem Gipfel nähert.

Über den Abel Erasmus Pass erreichen wir ein Plateau, das genauso flach ist wie die Ebene. Esel und Langhorn-Rinder knabbern an der Grasnarbe herum, vorbeifahrende Fahrzeuge beachten sie nicht weiter. Am Wegesrand stehen Schmuck-, Keramik- und Obststände - perfekt, um sich noch einmal mit ein paar Vitaminen für unterwegs einzudecken.

Three Rondavels

Zwei Personen sitzen auf einem Felsen und schauen auf die Three Rondavels in Südafrika

Hier beginnt ein 26 Kilometer langer und 400 Meter breiter Canyon, der drittgrößte der Welt. Bei unserer Ankunft verhängen Nebelschwaden die Sicht. Doch schon bald wird das erste Panorama enthüllt: Die Felsspitzen erheben sich aus dem Tal, die dunkelgrünen Schlingen des Blyde River winden sich um sie herum.

Wir setzen unsere Tour über das Plateau auf einer Straße fort, die dem Verlauf des Canyon folgt, durchfahren tief hängende Wolken, die Klippenwände liegen im Schatten. Schließlich lässt sich die Sonne doch noch blicken und wir schauen auf die lila-leuchtenden Jacarandabäume im Tal zu unserer linken Seite.

Alle paar Kilometer halten wir an, weil es auf der Panoramaroute wieder etwas zu bewundern gibt. Bourke's Luck Potholes etwa, Bourkes Glück-Strudellöcher, eine Reihe kleiner Wasserfälle, die über glatten, orangefarbenen Fels stürzen.

Wasserfälle und God's Window

Zwei Personen an einem Wasserfall in Südafrika (Panoramaroute)

Die Wasserfälle überschlagen sich in Superlativen, je weiter wir nach Süden kommen: Am Fuß der Berlin Falls (4 Meter) und der Lisbon Falls (9 Meter) bilden sich Regenbogen, während das Wasser bei Pinnacle Rock von der Klippenwand herab in die Bäume darunter spritzt.

Von God's Window aus ist der Blick am spektakulärsten. Die Wände des Canyons, dicht bewachsen mit Farn und Aloe Vera, fallen steil ab zum waldigen Grund, Dunst hängt über den Baumkronen. An richtig klaren Tagen kann man von hier aus sogar die Strände im 150 km entfernten Mosambik sehen!

Auf den Spuren der Goldsucher

Wir legen einen Zwischenstopp in Graskop ein, denn hier gibt es einige Campingmöglichkeiten. Unsere zwei Favoriten:

  • Panorama Chalets & Rest Camp: mit Pool und Stellplätzen in der Natur, gute Ausstattung, direkt an der Panoramaroute

  • Sabies River Camp: etwas weiter außerhalb gelegen, dafür aber direkt an einem Fluss, schön ruhig

Einen letzten Wasserfall gibt es noch, bevor wir weiterfahren. Die Mac Mac Falls stürzen aus 65 Metern in die Tiefe. Vom Parkplatz aus ist es nur ein kurzer Spaziergang (circa 400 Meter) bis zum Aussichtspunkt.

Gut anderthalb Kilometer flussaufwärts staut sich das Wasser zu natürlichen Badebecken. Von hier aus schlängelt sich die Straße über niedrige Hügel, durch Pinien- und Eukalyptuswälder.

Unsere nächste Station auf der Panoramaroute ist Pilgrim's Rest, ein geschichtsträchtiger Ort in Südafrika: Eines Tages im Jahr 1873 stieß Alex „Wheelbarrow“ Patterson am Lone Peach Tree Creek auf Gold - und löste einen Goldrausch aus. Um 1876 entstand die zugehörige Infrastruktur: blechgedeckte Saloons, Banken, Postämter und Schnapsläden.

Alte Kutsche aus der Goldgräberzeit in Südafrika

Auch wenn es die Minen heute größtenteils nicht mehr gibt, sieht die Stadt fast noch genauso aus wie damals. Es gibt immer noch die alte Werkstatt, die Fahrzeuge bediente, die auf dem Weg von Johannesburg in den Süden waren. Und in den kleinen Läden werden noch heute Katzengold, Landkarten und alte Flaschen verkauft. Die Stadt ist eine einzige Touristenattraktion, ja, aber irgendwie auch ein Freilichtmuseum, in dem Geschichte lebendig wird.

Zu Besuch bei den Big 5 im Krüger-Nationalpark

Eigentlich endet die Panoramaroute in Pilgrim's Rest - aber für uns geht es noch weiter. Eine Fahrstunde östlich liegt nämlich eines der weltgrößten Wildschutzgebiete, der Krüger-Nationalpark.

Die Chancen stehen gut, auf dem 7000 Quadratkilometern einem der Big 5 (Büffel, Löwe, Elefant, Leopard, Nashorn) sowie Geparden, Nilpferden und Wildhunden zu begegnen. Ein guter Grund, um die Panoramaroute für einen kurzen Abstecher zu verlassen.

Wildkatzen auf einer Schotterstraße im Krüger-Nationalpark in Südafrika

So bereitet ihr euch am besten auf euren Besuch im Nationalpark vor:

  • Plant genug Zeit für euren Besuch ein, denn der Nationalpark ist riesig! Am besten informiert ihr euch schon vorab darüber, welche Ecken im Park ihr euch anschauen wollt.

  • Im Park ist nicht überall Handynetz, also besorgt euch am besten am Gate oder in einem der Shops eine gute Karte, um euch orientieren zu können.

  • Es gibt viele Campingmöglichkeiten innerhalb des Parks, allerdings müsst ihr vorher über SANParks reservieren. Die Plätze sind nämlich begehrt und schnell ausgebucht.

  • Günstigere Campingalternativen gibt es rund um den Nationalpark. Wenn es euch also nicht so wichtig ist, direkt im Nationalpark zu campen, könnt ihr auf diese Plätze ausweichen.

  • Für internationale Gäste wird eine "Conservation Fee" von 486 Rand (circa 25 Euro) pro Person fällig, Kinder zahlen die Hälfte. Der Preis gilt pro Tag.

  • Chancen auf Tierbeobachtungen sind in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag wahrscheinlicher als zum Beispiel um die Mittagszeit.

  • Bleibt außerhalb gekennzeichneter Orte immer im Camper und steigt nur aus dem Wagen, wenn Schilder es erlauben. Haltet euch außerdem an die Fahrgeschwindigkeit (meist zwischen 40 und 50 km/h, je nach Straßenbelag).

  • Denkt unbedingt an Sonnenschutz und packt Kleidung ein, die zum Wetter passt (morgens kann es noch richtig kalt sein, tagsüber wird es heiß). Zauberwort: Zwiebelprinzip!

  • Der gesamte Nationalpark ist Malaria-Gebiet, lasst euch vor dem Urlaub ärztlich beraten und nehmt zum Beispiel eine Malaria-Prophylaxe mit.

Zurück nach Johannesburg - oder weiter?

Zwei Freunde im Camper in Namibia

Von hier aus sind es knapp 400 Kilometer zurück bis nach Johannesburg. Plant am besten etwas Puffer für die Fahrt zur Mietstation und die Rückgabe ein. Optimalerweise bleibt ihr noch eine Nacht in Johannesburg, bevor es am nächsten Tag mit dem Flieger zurück nach Hause geht.

Alternativ könnt ihr eure Route natürlich beliebig erweitern. Vom Ostkap bis zum Westkap führt zum Beispiel die wunderschöne Garden Route - ein buntes Kontrastprogramm zur Panoramaroute.

Ihr könnt euren Camper an einem anderen Ort zurückgeben, aber dann wird in den meisten Fällen eine Einweggebühr fällig. Solche Zusatzkosten werden euch auf CamperDays direkt transparent angezeigt.

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