Europa-Fährpreis-Report 2026: Beliebte Fährverbindungen im Preischeck und Tipps zum Sparen

Europa-Fährpreis-Report 2026: Beliebte Fährverbindungen im Preischeck und Tipps zum Sparen

Große Preisunterschiede bei Fährreisen mit dem Wohnmobil

Fährreisen mit dem Wohnmobil eröffnen völlig neue Möglichkeiten für die Urlaubsplanung. Sie erschließen Reiseziele, die über den Landweg nicht erreichbar sind und erweitern Routen bequem um weitere Etappen. Gerade bei Campingreisen bietet die Kombination aus eigenem Fahrzeug und Fährfahrt die Möglichkeit, auch an weit entfernten Zielorten unabhängig und flexibel zu sein.

Spartipps: Fähre mit dem Wohnmobil

Doch welche Fährstrecken eignen sich besonders gut für Reisen mit dem Wohnmobil? Welche Verbindungen sind die schnellsten? Und was kostet eine Fährreise im Durchschnitt?

Das sind die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

  • Kurze Strecken sind meist günstiger und flexibler: Verbindungen wie Calais – Dover oder Dünkirchen – Dover bieten vergleichsweise niedrige Ticketpreise und mehrere Abfahrten pro Tag.

  • Lange Überfahrten sind deutlich teurer: Bei langen Routen wie Kiel – Oslo oder Kiel – Göteborg ist die Fährfahrt deutlich teurer; hier kommen Kosten für eine Kabine und ggf. für die Verpflegung an Bord hinzu.

  • Früh buchen lohnt sich: Wer mehrere Abfahrtshäfen und Abfahrtszeiten vergleicht und bei langen Strecken den Gesamtpreis inklusive Kabine und Zusatzleistungen betrachtet, kann die Kosten besser einschätzen.

  • Nicht nur der Ticketpreis zählt: Ob sich eine Fährfahrt mit dem Wohnmobil lohnt, hängt auch vom gewählten Reisezeitraum, der Anzahl der Reisenden und der Fahrzeuggröße ab. Reisende sollten stets abwägen, ob sie kürzere Fährfahrten mit längeren Anfahrten über den Landweg oder lieber längere, aber direkte Fährverbindungen bevorzugen.

Für den „Europa-Fährpreis-Report 2026“ haben wir die beliebtesten Fährverbindungen für Camperreisen untersucht und Preise, Fahrtdauer sowie Verfügbarkeit verglichen. Im Mittelpunkt stehen dabei Routen von Deutschland nach Schweden und Norwegen, Verbindungen zwischen Frankreich und England, Routen zwischen Wales und Irland sowie Überfahrten vom italienischen Festland nach Sardinien. 

Ziel der Untersuchung ist es nicht, einen einzelnen besonders günstigen Fährtarif zu identifizieren. Vielmehr möchten wir aufzeigen, mit welchen Kosten Camperreisende bei den beliebtesten europäischen Fährverbindungen rechnen müssen und welche Route sich unter welchen Bedingungen besonders anbietet.

Für die Preisangaben haben wir aktuelle Daten aus Fährpreis-Datenbanken ausgewertet. Diese Werte basieren auf aktuellen Preisabfragen* und stellen deshalb Markt-Durchschnittswerte und keine verbindlichen Festpreise dar. Je nach Fahrzeugtyp, Fahrzeuglänge, Personenzahl, Reisetag, Abfahrtszeit und Buchungszeitpunkt können die tatsächlich zu zahlenden Preise abweichen. Zur Errechnung der Durchschnittswerte haben wir folgendes Reiseszenario genutzt: Zwei erwachsene Personen, die mit einem mittelgroßen Wohnmobil (maximal 8 Meter lang, maximal 4 Meter hoch) reisen und eine Hin- und Rückfahrt buchen. 


*Stand: September 2026

Weitere Informationen zu unserer Datenbasis und Herangehensweise findet ihr am Ende dieses Reports.

Warum lohnt sich eine Fährfahrt mit dem Wohnmobil?

Mitunter stellen Fährfahrten die einzige Möglichkeit dar, bestimmte Reiseziele direkt mit dem Wohnmobil zu erreichen. Je nach Destination können Reisende eine Fährfahrt aber auch nutzen, um die geplante Route um weitere Zwischenstopps zu erweitern und neue Regionen zu erkunden. Für Camper hat die Fährfahrt außerdem einen praktischen Vorteil: Das eigene oder gemietete Fahrzeug und die vertraute Campingausrüstung reisen mit. Nach der Ankunft kann die Reise direkt ohne erneute Mietcamperbuchung, Gepäcktransport oder erneutes Packen fortgesetzt werden.

Jeanette, Customer Service (CamperDays): „Was wir im Kundenservice immer wieder sehen:  Viele Kund*innen mieten ihr Wohnmobil gerne direkt in Deutschland, weil die Preise hier meist viel attraktiver sind als direkt in Skandinavien. Wer das clever mit einer günstigen Fährverbindung kombiniert, hat am Ende einfach eine viel entspanntere Urlaubskasse. Es ist für uns immer total schön am Telefon zu hören, dass sie das gesparte Geld dann unterwegs für tolle Erlebnisse, besondere Campingplätze und ihre eigentliche Reise nutzen können.“

Beliebteste Fährverbindungen Europas: Preis und Fahrzeit


Eine Fährreise kann auch für Familien besonders angenehm sein, wenn die Anreise bereits Teil des Urlaubserlebnisses werden soll. Statt während der gesamten Fahrt in engen Sitzreihen oder im Auto zu sitzen, können sich Kinder und Eltern an Bord bewegen, Spielbereiche nutzen, gemeinsam essen oder die Außendecks erkunden. Auf längeren Strecken und Nachtfähren bieten Familien- oder Mehrbettkabinen zudem einen eigenen Rückzugsort zum Schlafen und Ausruhen.

Fährreisen von Deutschland nach Schweden

Schweden ist bei Campingurlauber*innen vor allem wegen seiner weitläufigen Naturlandschaften beliebt. Lange Küsten, zahlreiche Seen, große Naturgebiete und gut ausgebaute Campingmöglichkeiten machen es besonders attraktiv für Roadtrips. Gleichzeitig lässt sich die Reise wunderbar mit Aufenthalten in Städten wie Stockholm, Göteborg oder Malmö verbinden.

Fährverbindungen zwischen Deutschland und Schweden

Rostock – Trelleborg

Die Verbindung von Rostock nach Trelleborg gehört zu den kürzesten direkten Fährverbindungen zwischen Deutschland und Schweden und verkehrt mehrmals täglich. Die Überfahrt dauert rund sechs Stunden. Trelleborg ist die südlichste Stadt Schwedens und eignet sich damit als Ausgangspunkt für Reisen durch Südschweden.

  • Fahrtdauer: ca. 6 Stunden 15 Minuten

  • Durchschnittliche Abfahrten: bis zu 38 wöchentliche Fahrten

  • Durchschnittspreis Wohnmobil (Hin- und Rückfahrt, 2 Personen): 295 €

Je nach Abfahrtszeit kann die Strecke tagsüber oder über Nacht zurückgelegt werden. Bei Tagesüberfahrten ist eine Kabine in der Regel nicht erforderlich.

Travemünde – Malmö

Die Fährverbindung von Travemünde nach Malmö führt direkt in die schwedische Öresundregion. Die Überfahrt dauert etwa neun Stunden und eignet sich damit insbesondere für Reisende, die sich Südschweden oder die Region rund um Malmö als Startpunkt für ihre Wohnmobilreise ausgesucht haben.

  • Fahrtdauer: ca. 9 Stunden 

  • Durchschnittliche Abfahrten: bis zu 18 wöchentliche Fahrten

  • Durchschnittspreis Wohnmobil (Hin- und Rückfahrt, 2 Personen): 364 €

Mehrere Fähren verkehren täglich auf dieser Strecke. Je nach Abfahrtszeit kann die Überfahrt als Tages- oder Nachtfahrt erfolgen. Bei Nachtüberfahrten ist eine Übernachtung in einer Kabine vorgesehen.

Kiel – Göteborg

Die Verbindung von Kiel nach Göteborg ist besonders interessant für Wohnmobilreisende, die Westschweden erkunden möchten. Die Fähre legt täglich ab und benötigt rund 16 Stunden für die Überfahrt. 

  • Fahrtdauer: ca. 15 Stunden 30 Minuten

  • Durchschnittliche Abfahrten: bis zu 7 wöchentliche Fahrten

  • Durchschnittspreis Wohnmobil (Hin- und Rückfahrt, 2 Personen): 718 €

Aufgrund der längeren Fahrzeit ist es bei dieser Überfahrt erforderlich, eine Kabine zu buchen. 

Fährreise von Deutschland nach Norwegen

Norwegen ist ein besonders beliebtes Ziel für Wohnmobilreisen, wenn landschaftlich abwechslungsreiche Routen im Mittelpunkt stehen. Fjorde, Berge und Wasserfälle prägen das Landschaftsbild und lassen sich am besten auf den vielen Panoramastraßen erkunden.

Fährverbindungen zwischen Deutschland und Norwegen



Kiel – Oslo 

Zwischen Deutschland und Norwegen gibt es eine direkte Fährverbindung – von Kiel nach Oslo. Die Überfahrt dauert etwa 20 Stunden und verkehrt als Nachtverbindung.

  • Fahrtdauer: ca. 20 Stunden

  • Durchschnittliche Abfahrten: bis zu 7 wöchentliche Fahrten

  • Durchschnittspreis Wohnmobil (Hin- und Rückfahrt, 2 Personen): 2170 €

Die Route ist vor allem für Reisende interessant, die über eine komfortable Seepassage direkt nach Norwegen gelangen möchten. Aufgrund der langen Überfahrtsdauer verkehren die Fähren stets auch über Nacht, weshalb die Buchung einer Kabine für alle Passagiere verpflichtend ist. 

Fährreisen zwischen dem italienischen Festland und Sardinien

Eine Überfahrt nach Sardinien bietet die Möglichkeit, die Wohnmobilreise durch Italien um weitere Etappen zu erweitern. Auf der Insel erwarten Camper*innen abwechslungsreiche mediterrane Landschaften und malerische Sandstrände. 

Urlauber*innen können eine Sardinien-Rundreise beispielsweise in Olbia im Norden starten und anschließend in den Osten der Insel an den Golf von Orosei oder in den Nationalpark Gennargentu reisen. Im Süden wartet die Inselhauptstadt Cagliari darauf, entdeckt zu werden.

Fährverbindungen zwischen Italien und Sardinien



Livorno – Olbia

Die Verbindung Livorno – Olbia ist eine gute Möglichkeit, Sardinien mit dem eigenen Wohnmobil vom italienischen Festland aus zu erreichen. Die Überfahrt dauert durchschnittlich etwa neun Stunden, saisonabhängig verkehren die Fähren mehrmals pro Woche. 

  • Fahrtdauer: ca. 9 Stunden

  • Durchschnittliche Abfahrten: bis zu 22 wöchentliche Fahrten

  • Durchschnittspreis Wohnmobil (Hin- und Rückfahrt, 2 Personen): 312 €

Die Route ist besonders empfehlenswert für Wohnmobilreisende, die zunächst Norditalien bzw. die Toskana bereisen möchten und Sardinien anschließend als eigenständigen Abschnitt ihrer Campingreise einplanen. 

Rom (Civitavecchia) – Olbia

Die Fährstrecke Civitavecchia – Olbia stellt eine direkte Verbindung zwischen Sardinien und der Weltstadt Rom dar. Die Überfahrt dauert etwas weniger als acht Stunden. 

  • Fahrtdauer: ca. 7 Stunden 40 Minuten 

  • Durchschnittliche Abfahrten: bis zu 8 wöchentliche Fahrten

  • Durchschnittspreis Wohnmobil (Hin- und Rückfahrt, 2 Personen): 345 €

Civitavecchia – Olbia ist vor allem für Reisende interessant, die Rom vor ihrer Überfahrt nach Sardinien erkunden möchten. Die Überfahrt ist etwas kürzer als die Fährfahrt von Livorno aus. Welcher Ausgangspunkt für die Überfahrt nach Sardinien am besten geeignet ist, hängt daher davon ab, welche Zwischenstopps während der Italienreise geplant sind. 

Fährreisen zwischen Frankreich und England

Für Wohnmobilreisende ist der Ärmelkanal eine der wichtigsten Fährverbindungen in Europa. Die kurzen Überfahrten von Frankreich nach England ermöglichen es, mit dem Wohnmobil direkt auf die britische Insel zu gelangen. Dover eignet sich insbesondere als Ausgangspunkt für Rundreisen durch Südengland. Eine klassische Route führt durch die Grafschaften Dorset, Somerset, Devon und Cornwall. Ein besonders sehenswerter Abschnitt ist die Jurassic Coast.

Fährverbindungen nach Südengland



Calais – Dover

Die Fährfahrt zwischen Calais und Dover ist die mit Abstand kürzeste Verbindung der untersuchten Strecken. Die Überfahrt dauert rund 90 bis 100 Minuten und verkehrt sehr häufig. 

  • Fahrtdauer: ca. 1 Stunde 40 Minuten

  • Durchschnittliche Abfahrten: bis zu 25 Fahrten pro Tag

  • Durchschnittspreis Wohnmobil (Hin- und Rückfahrt, 2 Personen): 375 €

Die kurze Fahrtdauer macht die Verbindung Calais – Dover besonders flexibel. Da zahlreiche Abfahrten pro Tag verfügbar sind, lässt sich die Überfahrt gut in individuell gestaltete Rundreisen integrieren.

Dünkirchen – Dover

Auch die Strecke Dünkirchen – Dover verbindet Frankreich mit Südengland. Die Überfahrt dauert etwa zwei Stunden und wird mehrmals täglich angeboten.

  • Fahrtdauer: ca. 2 Stunden

  • Durchschnittliche Abfahrten: bis zu 9 Fahrten pro Tag

  • Durchschnittspreis Wohnmobil (Hin- und Rückfahrt, 2 Personen): 355 €

Dünkirchen kann als Start- beziehungsweise Zielhafen eine geeignete Alternative zu Calais darstellen und je nach Saison günstigere Überfahrten bieten.

Fährreisen zwischen Wales und Irland

Mit ihren weitläufigen Hügellandschaften und rauen Küsten ist die grüne Insel Irland ein landschaftlich besonders reizvolles Ziel für Wohnmobilreisen. Die Fährverbindungen von Großbritannien nach Irland schaffen eine bequeme Verbindung zwischen beiden Inseln.

Fährverbindungen zwischen Wales und Irland



Holyhead – Dublin

Die Fährstrecke zwischen Holyhead und Dublin ist eine der wichtigsten Fährverbindungen zwischen Großbritannien und Irland. Die Überfahrt dauert etwa drei Stunden und 15 Minuten. Die Fähren legen im Durchschnitt fünfmal pro Tag ab. 

  • Fahrtdauer: ca. 3 Stunden 15 Minuten

  • Durchschnittliche Abfahrten: bis zu 35 wöchentliche Fahrten

  • Durchschnittspreis Wohnmobil (Hin- und Rückfahrt, 2 Personen): 625 €

Diese Überfahrt ist für alle Reisenden interessant, die sich einen Ausflug in die Hauptstadt der Republik Irland nicht entgehen lassen wollen. 

Fishguard – Rosslare

Eine weitere direkte Verbindung zwischen Wales und Irland ist über Fishguard – Rosslare möglich. Die Überfahrt dauert etwa dreieinhalb Stunden und wird rund zweimal täglich angeboten.

  • Fahrtdauer: ca. 3 Stunden 30 Minuten

  • Durchschnittliche Abfahrten: bis zu 13 wöchentliche Fahrten 

  • Durchschnittspreis Wohnmobil (Hin- und Rückfahrt, 2 Personen): 635 €

Die Route unterscheidet sich preislich nur wenig von Holyhead – Dublin. Dafür kann diese Verbindung die praktischere Hafenwahl sein, wenn Reisende vor allem die südöstlichen Regionen des Landes erkunden wollen. 

Fazit: Mit dem Wohnmobil per Fähre durch Europa – Pro und Contra im Überblick 

Fährreisen sind eine praktische Möglichkeit, um Campingurlaube in Europa zu erweitern, besonders, wenn sie lange Autofahrten verkürzen oder direkte Verbindungen zum gewünschten Reiseziel ermöglichen. Wer mit dem eigenen oder gemieteten Wohnmobil reist, bleibt flexibel und spart sich vor Ort die Suche nach einem Mietfahrzeug. Die wichtigsten Argumente für und gegen eine Fährfahrt haben wir nachfolgend kompakt zusammengefasst.

Pro:

  • Mehr Komfort auf langen Strecken: Statt viele Stunden selbst zu fahren, können Reisende die Überfahrt zum Essen, Ausruhen oder als entspannte Zeit mit der Familie nutzen. Außerdem ist die Bewegungsfreiheit an Bord größer als beispielsweise im Flugzeug oder bei langen Autofahrten.

  • Mehr Stauraum für persönliche Gegenstände: Bei Reisen mit dem Wohnmobil spielt die Menge des mitgeführten Gepäcks eine geringere Rolle als bei einer Flugreise, da Fähren keine strengen Gewichts- und Größenbegrenzungen für das Gepäck haben. Das macht das Packen für längere Rundreisen deutlich weniger herausfordernd.

  • Geringere Reisekosten: Ein Fährticket für die ganze Familie kann mitunter günstiger sein als Flugtickets für jedes Familienmitglied plus Mietwagen- und Unterbringungskosten am Zielort.

  • Direkte Erreichbarkeit von Reisezielen: Reisende erreichen Inseln wie Sardinien direkt mit dem eigenen Wohnmobil vom Festland aus. Außerdem lässt sich der Weg hin zur Fähre bereits in den Urlaub integrieren, um interessante Orte zu entdecken.

Contra:

  • Hohe Kosten bei langen Überfahrten: Je nach Strecke, Fahrzeuggröße und Personenzahl können die Preise deutlich steigen. Bei Nachtfahrten mit der Fähre können Zusatzkosten durch die Kabinenbuchung hinzukommen.

  • Kurze Reisezeit: Für kurze Aufenthalte kann eine lange Fährüberfahrt im Verhältnis zur Urlaubszeit unpraktisch sein. Für Städte- oder Kurztrips kann ein Flug in Kombination mit einem Mietwagen die bessere Lösung sein. 

  • Fahrzeuggröße beeinflusst den Preis: Länge und Höhe des Wohnmobils können die Tarifklasse und damit den Fährpreis bestimmen. Besonders bei großen Wohnwagen können Fährpreise in die Höhe schnellen.

  • Nicht jede Route ist für Miet-Wohnmobile geeignet: Reisende sollten vor der Buchung prüfen, ob der Vermieter eine geplante Grenzüberfahrt erlaubt. Gerade bei Fahrten nach oder ab dem Vereinigten Königreich beziehungsweise Irland können zusätzliche Genehmigungen oder Versicherungen erforderlich sein.

Was kostet eine Fährreise mit dem Wohnmobil?

Für die ausgewiesenen Durchschnittspreise einer bestimmten Fährroute haben wir uns an typischen Reiseszenarien orientiert. Individuelle Rahmenbedingungen können die Preisgestaltung natürlich beeinflussen. Die folgenden fünf Faktoren sind dabei besonders relevant:

  1. Fahrzeuglänge und -höhe: Ein kompakter Kastenwagen unter sechs Metern kann deutlich günstiger sein als ein sieben oder acht Meter langes Wohnmobil. Bei der Buchung muss deshalb die tatsächliche Fahrzeuggröße inklusive aller Anbauten angegeben werden.

  2. Anzahl der Reisenden: Fährpreise werden häufig aus einer Kombination von Fahrzeug- und Personentarifen gebildet. Ein Durchschnittswert für eine Person ist deshalb nicht automatisch repräsentativ für eine vierköpfige Familie: Eine Fährfahrt kann pro Kopf sogar günstiger ausfallen, je mehr Personen mitreisen.

  3. Reisezeitraum und Wochentag: Ferien, Wochenenden und stark nachgefragte Abfahrten können deutlich teurer sein. Wer beim Reisetermin flexibel ist, hat bessere Chancen auf günstigere Tarife.

  4. Buchungszeitpunkt: Fährpreise sind dynamisch. Ein aktuell ausgewiesener Durchschnittswert ist deshalb nur eine Momentaufnahme. Frühzeitiges Buchen ist insbesondere bei beliebten Ferienzeiten und langen Überfahrten sinnvoll.

  5. Zusätzliche Leistungen: Hierzu zählen beispielsweise Kosten für die Mitnahme eines Haustiers, die Buchung einer Kabine oder Zusatzkosten für Anbauten am Fahrzeug (z. B. Fahrradträger).

Fährreisen mit dem Wohnmobil unternehmen – Weitere Tipps für Campingurlauber*innen

Für eine Fährreise mit dem Wohnmobil gibt es neben der Wahl der passenden Verbindung noch einige praktische Punkte zu beachten. Eine gute Vorbereitung kann dazu beitragen, die Überfahrt unkompliziert zu gestalten – von der Buchung bis zum Boarding.

Fahrzeuggröße bei der Buchung genau angeben

Bei der Buchung sollten Reisende die Maße ihres Wohnmobils exakt angeben. Länge, Höhe und Gewicht sind entscheidend dafür, welcher Stellplatz auf dem Fahrzeugdeck zur Verfügung steht und welcher Tarif gilt. Auch Fahrradträger, Dachboxen oder andere Anbauten müssen bei den Gesamtabmessungen berücksichtigt werden.

Jeanette, Customer Service (CamperDays): „Viele Kund*innen fragen sich: ‚Was mache ich mit dem Kennzeichen, das kenne ich doch noch gar nicht?‘ Da beruhigen wir immer: Tragt bei der Buchung einfach einen Platzhalter ein! Das echte Kennzeichen kann man dann ganz entspannt am Abreisetag direkt am Fährhafen nachtragen lassen.“

Frühzeitig planen und buchen

Gerade in der Hauptsaison ist die Nachfrage nach Stellplätzen für größere Fahrzeuge sehr hoch. Eine frühzeitige Planung ist deshalb sinnvoll, wenn man bei der Abfahrtszeit und gegebenenfalls auch bei der Kabinenwahl eine möglichst große Auswahl haben möchte.

Wohnmobil vor der Überfahrt vorbereiten

Vor dem Boarding sollten Reisende ihr Fahrzeug für die Überfahrt vorbereiten. Dazu zählen: lose Gegenstände sichern, Fenster schließen und die Gasversorgung gemäß den Vorgaben abschalten. Für Gasflaschen, Campingkocher, Generatoren oder zusätzliche Kraftstoffbehälter können ebenfalls besondere Transportbestimmungen gelten. 

Wohnmobil ist während der Überfahrt nicht zugänglich

Aus Sicherheitsgründen ist es nicht erlaubt, sich während der Fährfahrt im Wohnmobil aufzuhalten. Reisende müssen sich daher an Deck oder, bei längeren Überfahrten bzw. Nachtfahrten, in einer Kabine aufhalten. Reisende sollten Ausweispapiere, Fahrzeugunterlagen und Versicherungsnachweise mit an Bord nehmen und nicht im Wohnmobil zurücklassen. Da das Fahrzeugdeck während der Überfahrt nicht zugänglich ist, sollten Campingurlauber*innen auch Medikamente, Wertsachen und andere persönliche Gegenstände vor dem Verlassen des Fahrzeugs mitnehmen.

Ausreichend Zeit für Check-in und Boarding einplanen

Bei Fährreisen mit dem Wohnmobil sollte man genügend Zeit für die Anfahrt zum Hafen, den Check-in und das Boarding einplanen. An einigen Häfen gibt es gesonderte Abläufe für größere Fahrzeuge. Wer die vorgegebene Check-in-Zeit einhält und die erforderlichen Unterlagen griffbereit hat, kann Verzögerungen beim Boarding vermeiden.

Exkurs: Wohnmobilreisen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU

Seit das Vereinigte Königreich die Europäische Union verlassen hat, ist die spontane Einreise für EU-Bürger*innen nicht mehr möglich. Wer einen Campingurlaub in England, Schottland, Wales oder Nordirland plant, muss sich daher nach den gültigen Einreisebestimmungen richten. Für deutsche Tourist*innen sind generell die folgenden Punkte relevant:

  • Urlauber*innen benötigen für die Einreise in das Vereinigte Königreich grundsätzlich einen gültigen Reisepass. Der deutsche Personalausweis reicht für normale touristische Reisen nicht aus. Das Auswärtige Amt weist ausdrücklich darauf hin, dass dies auch für Transitreisende gilt.

  • Für touristische Reisen ist es seit 2025 zudem verpflichtend, eine elektronische Reisegenehmigung zu beantragen, sofern kein Visum oder ein anderer Aufenthaltstitel vorliegt. Die Electronic Travel Authorisation (ETA) ist personengebunden. Wer mit vier Personen im Wohnmobil reist, benötigt daher grundsätzlich vier entsprechende Reisegenehmigungen. Deutsche, die zusätzlich die britische oder irische Staatsangehörigkeit besitzen, benötigen keine ETA und können mit ihrem britischen bzw. irischen Pass einreisen. 

Jeanette, Customer Service (CamperDays): „Ein Thema, das wir am Telefon oft besprechen, sind Fahrten ins europäische Ausland – gerade, wenn es auf die Fähre Richtung Großbritannien oder Irland geht. Viele haben zwar die Einreisebestimmungen auf dem Schirm, aber man muss bei einem Miet-Wohnmobil eben auch immer schauen, was der Vermieter dazu sagt. Meistens sind solche Nicht-EU-Trips überhaupt kein Problem! Wichtig ist nur, dass man es oft schon bei der Buchung angeben oder kurz absegnen lassen muss. Manchmal braucht es auch ein kleines Versicherungs-Upgrade. Unser Tipp lautet da immer: Klärt das und schaut kurz in die Mietbedingungen, bevor ihr die Fähre fest bucht. Das erspart unterwegs eine Menge Stress.“     

Methodik und Datengrundlage

Für alle Preisbeispiele haben wir ein einheitliches Reiseszenario mit zwei Personen zugrunde gelegt. Die angenommene Fahrzeuggröße für die länderspezifischen Reiseszenarien orientiert sich am tatsächlichen Buchungsverhalten der CamperDays-Kund*innen. 

  • Für Reisen in Schweden und Norwegen werden besonders häufig teilintegrierte Wohnmobile gebucht. Für die entsprechenden Fährverbindungen wurde daher ein Fahrzeug mit einer durchschnittlichen Länge von 7,6 Metern und einer Höhe von 3,0 Metern angesetzt.

  • Bei Reisen in Frankreich, Großbritannien, Irland und Italien werden hingegen besonders häufig Kastenwagen gebucht. Für Fährreisen in diesen Ländern wurde daher ein Fahrzeug mit einer durchschnittlichen Länge von 6,5 Metern und einer Höhe von 2,6 Metern angenommen.

Diese Buchungsdaten dienten dazu, ein für die jeweilige Destination typisches Reiseszenario zu ermitteln. 

Die durchschnittlichen Fährpreise wurden auf Buchungs- und Preisvergleichsportalen recherchiert. Für die Ticketpreise wurden sowohl Reisedaten in der Haupt- und Nebensaison 2026/2027 sowie Last-Minute-Termine berücksichtigt. 

Die tatsächlichen Ticketkosten hängen unter anderem von der Fahrzeuglänge und -höhe, der Zahl der mitreisenden Personen, dem Reisetermin, der Abfahrtszeit und zusätzlichen Leistungen ab. Bei der Recherche wurden daher die vorab festgelegten Fahrzeugmaße berücksichtigt, soweit die jeweilige Quelle eine entsprechende Preisdifferenzierung ermöglicht. 

Die ermittelten Preisangaben spiegeln einen möglichen Preisrahmen wider und können als Orientierungswerte dienen. Viele Reedereien bzw. Fährgesellschaften arbeiten mit dynamischen Tarifen, sodass die tatsächlich zu zahlende Summe je nach Reise- und Buchungstermin, Saison und Auslastung abweichen kann. Die ermittelten Durchschnittspreise sind nicht als verbindliche Angebote zu verstehen. 

Der Report erhebt daher keinen Anspruch auf Aktualität, Vollständigkeit oder Fehlerfreiheit der Daten.